Biographisches Porträt

„Ein Glücksgriff als virtuoser Solist“ – Malte Refardt, Fagott

 

Darin sind sich Presse und Publikum völlig einig: Dem in Hamburg geborenen Fagottisten Malte Refardt werden immer wieder Eigenschaften attestiert wie klangliche Wärme, ausgezierter arioser Fagottgesang, ein weicher wie runder Ton, ausgesprochene Klangschönheit und selbstverständliche technische Souveränität.

 

Bereits als Schüler war der Künstler Student der Musikhochschule seiner Heimatstadt. Ab 1995 studierte er bei Dag Jensen in Essen und Hannover. Es folgte das Konzertexamen bei Georg Klütsch in Weimar und Köln.

 

Malte Refardt glänzte mit Spielwitz und immensem Einfallsreichtum.

(Die Südostschweiz, Juli 2011)

 

Während des Studiums war er von 1997 bis 1999 Solofagottist des renommierten Gustav-Mahler-Jugendorchesters und des Mahler Chamber Orchestra, wo er unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Kent Nagano und Daniel Harding spielte. Nach Anstellungen in Essen und München – u. a. als Solofagottist an der Bayerischen Staatsoper unter Zubin Mehta – ist Malte Refardt seit 2002 Solofagottist der NDR Radiophilharmonie in Hannover.

 

Trotz der vielen kleinen Figuren verlor er nie den Sinn für die großen Phrasen, die er ausgesprochen klangschön gestaltete.

(Hannoversche Allgemeine Zeitung, 9. Juli 2012)

 

Neben Tätigkeiten in allen großen deutschen Orchestern – u.a. den Symphonieorchestern des Bayerischen Rundfunks, des WDR, NDR, SWR, bei den Bamberger Symphonikern, den Münchner Philharmonikern sowie im Ensemble Modern (Frankfurt) – wird er seit 2003 regelmäßig von Seiji Ozawa als Solofagottist für das Saito Kinen Orchestra, die Tokyo Opera Nomori und das Mito Chamber Orchestra eingeladen.

 

Mit großer kammermusikalischer Sensibilität und Freude am Detail […] 

(Die Südostschweiz, Juli 2011)

 

Daneben gilt sein reges Interesse der Kammermusik, wo er u.a. mit Persönlichkeiten wie Eduard Brunner, Ana Chumachenco, Jacques Zoon, Wen-Sinn Yang, Rudens Turku, Adrian Oetiker, Oliver Schnyder, Ingo Goritzki, András Adorján und im Ensemble Oktoplus, Ma'alot-Quintett, Arte Ensemble oder im Ensemble Villa Musica musiziert. Solistische Auftritte erfolgten höchst erfolgreich mit grossen Orchester wie dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, der NDR Radiophilharmonie sowie beim Debüt in der New Yorker Carnegie Hall mit dem Saito Kinen Orchestra unter Seiji Ozawa.

 

Gegenseitiges Anstacheln bis zu nachdenklichem Hinterfragen 

(ebd.)

 

Bereits 2006 wurde Malte Refardt im Alter von 32 Jahren auf eine Professur an der Folkwang Universität der Künste in Essen berufen und leitet dort überaus erfolgreich eine Hauptfachklasse. Daneben wird er als Juror für internationale Wettbewerbe wie z. B. den Deutschen Musikwettbewerb, den Deutschen Hochschulwettbewerb oder den renommierten Kyoto Prize benannt.

 

Man fiel sich ins Wort, wollte nicht ausreden lassen, um kurz darauf wieder in totalem Einverständnis zu schwelgen.

(ebd.)

 

Seit 2009 hat Refardt, gemeinsam mit seiner Frau, der Bratschistin Taia Lysy, die künstlerische Leitung der traditionsreichen Domleschger Sommerkonzerte(www.dosoko.ch) in der Schweiz inne. Das Festival feiert 2013 sein 35-jähriges Bestehen.

 

Malte Refardt schwang sein Fagott wie einen Elefantenrüssel umher und riss das Publikum zu begeistertem Applaus hin.

(ebd., 3. August 2009)

 
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